Prothesenpflege


Spülen Sie den Zahnersatz nach jeder Mahlzeit unter fließendem Wasser ab.
Säubern Sie einmal am Tag die Prothese mit einer Prothesenbürste und Zahnpasta oder einem speziellen Reinigungsmittel. Achten Sie darauf, Speisereste und Beläge zwischen den Zähnen und in den Aussparungen für den Kieferkamm zu entfernen.

Benutzen Sie Prothesenbürsten, die Kunststoffborsten besitzen. Außerdem sollten zusätzlich zu dem normalen Borstenbüschel auf der Rückseite des Bürstenkopfes längere Borsten angebracht sein. Damit können Sie die Prothesenbasis besser reinigen. Wenn sich nicht mehr alle Beläge auf der Prothese entfernen lassen, empfiehlt sich eine spezielle Reinigung beim Zahnarzt.

Wer nicht längere Zeit stehen kann, reinigt die Prothese am besten sitzend vor dem Waschbecken. Lesebrille oder Lupe ermöglichen eine genaue Kontrolle des Reinigungserfolges. Zur Sicherheit sollten Sie das Waschbecken mit Wasser füllen oder mit einem Handtuch auslegen. So können Prothesenbrüche vermieden werden, falls Ihnen der Zahnersatz während der Reinigung aus der Hand fällt. Nachts kann die Prothese nach dem Reinigen entweder im Mund bleiben oder sie in einem Glas mit sauberem Wasser ohne Reinigungsmittel aufbewahren. Die Lagerung an der trockenen Luft schadet dagegen dem Prothesenkunststoff.


Süßes und Klebriges

Zucker ist nicht nur in Süßigkeiten enthalten. Man findet ihn auch in vielen anderen Nahrungsmitteln wie Limonaden, Fruchtnektar, Tomatenketchup, Fruchtjoghurt und Konservenobst. Durch die Verwendung von Zuckeraustauschstoffen als Süßungsmittel können süße, jedoch gleichzeitig zahnschonende und kalorienreduzierte Nahrungsmittel entstehen. Im Gegensatz zu Zucker bilden Plaque-Bakterien aus Zuckeraustauschstoffen (Sorbit, Xylit, Mannit) keine Säuren. Damit wird der Zahn nicht angegriffen. Brauner Zucker, Honig und Fruchtzucker werden oft als gesund angesehen. Aber sie sind für die Zähne genauso schädlich wie weißer (industriell hergestellter) Zucker.

Wir empfehlen unseren Patienten, naturbelassene Lebensmittel wie Vollkornbrot, Rohkost und Obst zu verzehren. Durch das kräftige Kauen und einen vermehrten Speichelfluss kommt es zur Selbstreinigung der Zähne. Das wirkt unterstützend zum Zähneputzen.

Viele ältere Menschen essen gern Milchreis, Pudding und Griesbrei. Denn diese Speisen haben einen süßen Geschmack und sind leicht zu verzehren. Nur wenige Senioren essen noch Fleisch oder knackiges Gemüse. Die Ernährungsveränderung in Richtung süßer und vor allem auch klebriger Nahrung erhöht aber das Risiko, an Karies zu erkranken.

Zahnmännchen für zahnfreundliche Süßwaren
Wir empfehlen Ihnen, während der Mahlzeiten viel Wasser zu trinken. Damit lässt sich Nahrung, die gekaut werden muss, besser schlucken. Ein Kleben der Speisen an den Zähnen kann vermieden werden.

Es geht nicht darum, den Zuckerkonsum vollständig einzustellen. Denn für die Entstehung von Karies ist die Häufigkeit des Zuckergenusses wichtiger als die Menge. Eine regelmäßige Zuckereinnahme über den ganzen Tag fördert die durch die Plaque-Bakterien und führt zu einem lang andauernden Säureangriff auf die Zähne. Süßwaren für "zwischendurch" sollten deshalb zuckerfrei und damit zahnfreundlich sein. Zahnfreundliche Produkte gibt es in vielen Varianten: als Bonbons, Kaugummis oder Gummibärchen. Sie sind alle durch ein Zahnmännchen mit einem Regenschirm gekennzeichnet.

Gesundes Zahnfleisch


Auch gibt es aggressivere Formen, die ohne Behandlung bereits bei jungen Erwachsenen zu Zahnverlust führen können. Die Parodontitis ist bei Erwachsenen nicht nur die häufigste Ursache für Zahnverlust mit allen seinen Konsequenzen. Eine unbehandelte Parodontitis erhöht auch das Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes.
Dabei kann der Zahnarzt bei der Parodontitis die ersten Krankheitszeichen viel früher feststellen. Aber umso wichtiger ist die Vorsorge, die jeder selbst leisten kann. Dazu gehört eine richtige Mundhygiene, die durch eine professionelle Betreuung ergänzt wird. Sie kann der Entstehung von Gingivitis und Parodontitis vorbeugen.

Eine mindestens zweimal tägliche gründliche Pflege der Zähne mit der Zahnbürste, ergänzt durch eine einmal tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume ist notwendig, um die Bildung bakterieller Zahnbeläge zu vermeiden. Zahnbürste und Zahnpasta können nur die Kau- und Seitenflächen der Zähne reinigen. Die Zahnzwischenräume werden von ihnen nicht erreicht. Noch schwieriger ist die Situation bei schiefen Zähnen (Zahnkippungen) oder vorhandenen Füllungen und Zahnersatz.

Daher muss der Gebrauch der Zahnbürste durch eine einmalige Reinigung der Zahnzwischenräume ergänzt werden. Je nach Zahnsteilung und Größe der Zwischenräume werden hierzu Zahnseide, Zahnhölzchen, Zahnzwischenraumbürsten oder Zahnfleischstimulatoren verwendet. Medizinische Mundspülungen können die manuelle Reinigung ergänzen, Manche Produkte sollten nur über einen begrenzten Zeitraum angewendet werden. Die auf Ihre Belange ausgerichtete Anwendung wird von Ihrem Zahnarzt gezeigt.

 

Wenn Sie weitere Fragen haben und Tipps für Mund- und Zahnhygiene benötigen, dann besuchen Sie uns in der Sprechstunde. Wir helfen Ihnen gerne weiter!